Archiv für die Kategorie ‘Gelebtes’

Die kälteste Nacht…

Mittwoch, 07. Januar 2009

…seit 27 Jahren (jedenfalls in Krefeld). Ich wohne hier seit 24 Jahren. Allerdings erinnere ich mich an einen Schulweg, bei dem mir beim Atmen die Nasenlöcher zugefroren sind. Das war sicher kälter – allerdings auch in Dissen a.T.W. und nicht in Krefeld. (Muss übrigens Anfang 1985 gewesen sein, weil wir kurz darauf umgezogen sind.)

Ürigens: Geräumt ist immer noch wenig bis kaum, stattdessen wird auf die Schnee-Eis-Mischung fleißig Salz gekippt. Dazu sage ich mal vorsichtshalber nichts.

Macht das nicht!

Dienstag, 06. Januar 2009

Im Moment kann ich nur davon abraten, in Krefeld zu Fuß unterwegs zu sein. Unsere Straße ist echt großartig geräumt im Vergleich zum Rest der Innenstadt. Ich bin zur Bücherei Mediothek gegangen, weil zwei DVDs zurück mussten, und dann habe ich noch ein paar Kleinigkeiten fürs heutige Abendessen eingekauft. Statt einer Stunde (wie veranschlagt) habe ich beinahe zwei gebraucht. Und wie viele Rutscher ich dabei gemacht habe, kann ich gar nicht zählen. An vielen Stellen ist nämlich der Schnee völlig plattgetreten und letzte Nacht vereist. Interessanterweise ist auch der Platz vorm Rathaus rutschig wie Eis.

Schneebilder

Montag, 05. Januar 2009

Weil Schnee hier so selten ist, muss das Ereignis natürlich festgehalten werden. Die Fotos sind teilweise heute ganz früh enstanden, als es noch geschneit hat und dunkel war, darum auch mit Blitz.

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Der Mini im Schnee.

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Der Weihnachtsbaum, den Andrea im vorletzten Jahr hatte.

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Der Müll muss auch im Winter raus.

Übrigens haben es die meisten hier nicht so mit “früh Schnee räumen”. Ich war sogar mit bei den ersten. Unsere Nachbarn nebenan versuchen gerade, den seit locker 12 Stunde von vielen Füßen und Pfoten festgetreten Schnee vom Bürgersteig zu entfernen. Dass das (vor allem, da die Temperatur zur Zeit gefühlt sekündlich sinkt) nicht von besonders viel Erfolg gekrönt ist, kann man sich wahrscheinlich vorstellen. ;)

Übrigens bekomme ich den Deppen des Tages trotzdem zugesprochen. Das letzte Bild ist entstanden, als ich in Birkis (im Winter meine Hausschuhe) raus bin, um den Müll wegzubringen, vorne fehlt von der Schneeschicht an der linken Tonne schon etwas, weil ich nachgucken musste, welche der Tonnen die volle war (die erste) und welche die leere (die zweite). Beim Einwerfen der Tüte in die Tonne ist der Schnee an der linken Tonne dann noch weiter dezimiert worden. Und erst, als ich wieder in der Wohnung war, fiel mir auf, dass ich nasse und kalte Füße hatte.

Katzendiät

Montag, 05. Januar 2009

Unsere Katzen sind zu dick – sie kamen kaum noch durch die Katzenklappen, so dass jetzt zu härteren Miteln gegriffen werden musste.

Im November haben wir die beiden auf Diät gesetzt (spezielles Futter, feste Futterrationen, Trockenfutter gibt es nur noch von mir, damit irgendwer weiß, was die kleinen Fellnasen so über den Tag verteilt futtern), und im Dezember hatte die Katze 200g abgenommen, der Kater gar nichts. Anscheinend ist der riesige Haufen Trockenfutter früher kaum im Kater und hauptsächlich in der Katze gelandet. Hätte ich so z. B. nicht vermutet.

Heute habe ich beide wieder gewogen. Die Katze ist jetzt bei 4,9kg (das sind -400g, noch 400g weniger wären gut), der Kater bei 6,2kg (mittlerweile auch -300g, es können aber noch locker 700g runter), aber er ist auch größer als die Katze und sieht eigentlich gar nicht soooo moppelig aus.

Bisher hatten wir gehofft, dass sich das mit etwas mehr Bewegung von alleine gibt, aber anscheinend bewegen sich die beiden Faultiere nicht gerne. (Auch nicht auf Anregung.)

Vorher-Fotos?

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Der Kater.

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Die Katze.

Übrigens bewegen sich die beiden mittlerweile mehr – notgedrungen, denn wenn man alle fünf Minuten zum Futternapf rennt, um dort nachzusehen, ob er sich nicht mittlerweile wie durch ein Wunder aufgefüllt hat, bekommt man eine Menge Bewegung.

Es schneit

Montag, 05. Januar 2009

Was für andere Regionen sicher um diese Jahreszeit nichts Besonderes ist, sorgt hier morgen garantiert pünktlich zu Ferien- und Urlaubsende für riesiges Verkehrschaos. Zumal hier die meisten Leute keine Winterreifen haben, schließlich hat es in den letzten Jahren auch nie richtiges Winterwetter gegeben. Und wenn es doch mal schneit, bleibt eh nichts liegen. Nun ja, Ausnahmen bestätigen die Regel – im November und vor ein paar Tagen hatten wir jeweils einen bzw. locker 5cm Schnee, jetzt bleibt er auch liegen, wenn auch aller Wahrscheinlichkeit (und Erfahrung) nach nicht bis morgen Abend.

Das letzte Schneejahr, an das ich mich erinnere, war Anfang 1986. Danach konnte man die Schneetage an ein paar wenigen Händen abzählen. Insgesamt, wohlgemerkt, nicht pro Jahr.

28.02.1915 – 03.01.2009

Samstag, 03. Januar 2009

Fast 94 Jahre alt ist meine Oma geworden. Sie hat sechs Kinder großgezogen, war zweimal verheiratet und hat beide Männer und eins ihrer Kinder überlebt. Sie war gläubig, und ihr Lieblingspsalm war immer

Psalm 23.

Ein Psalm Davids.

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Nach Weihnachten

Samstag, 27. Dezember 2008

Nach Weihnachten ist in meiner Familie vor dem Geburtstagsmarathon. Ganz, ganz viele Menschen, die ich kenne, haben im Februar Geburtstag, und einige wenige auch schon im Januar. Nachdem also die Weihnachtsgeschenkeproduktion abgeschlossen ist, gehe ich nahtlos zu Geburtstagsgeschenken über. Dabei kann es aber auch vorkommen, dass ich für einen später im Jahr liegenden Geburtstag schonmal etwas zwischenschiebe, weil mir die Idee so gut gefällt, oder dass ich etwas anderes “ganz dringend” stricken “muss”.

Jedenfalls habe ich schon vor Weihnachten mit der Geschenkeproduktion angefangen, weil ich einfach ein bisschen Sicherheit und Ruhe haben möchte und nicht wieder Geschenke mit Nadeln drin verschenken möchte.

Heute haben wir meine Großeltern in Remscheid besucht. Meinem Opa geht es soweit gut, aber er ist schrecklich dünn und zerbrechlich geworden, noch mehr als im Oktober. Die Sorgen um ihn sind weiter da, aber die Hoffnung wird immer größer.

Computer

Freitag, 12. Dezember 2008

Meine Schwester wollte ein paar Seiten an meinem Computer tippen, weil sie keinen eigenen hat. Das war letzte Woche Donnerstag. Plötzlich – keine Bewegung mehr, kein Alt+Tab, keine Maus, kein Alt+F4 halfen mehr. Auch mein drohendes Funkeln nahm die Kiste nicht ernst. Also habe ich gemacht, was ich in so einem Fall mache: den Computer ausschalten mit dem großen Knopf (lange drücken).

Danach piepste das Gerät zwar unmelodisch, rührte sich aber nicht mehr.

Da mein Wissen über Computer an dieser Stelle endet, habe ich also den Herrn der Computer in diesem Haus angerufen, der auch 20 Minuten später hier war. Nach Anweisung also Computer eingeschaltet, was wir zwischendurch auch schon versucht hatten – bis dahin ohne Abweichung das Piepen, regte er sich plötzlich wieder und fuhr anstandslos hoch. Vorführeffekt!

Der Computer wurde dann vorsichtshalber ein paar Tage nicht mehr runtergefahren, bis ich mit der Datensicherung fertig war. Am Dienstag dann aus Reflex den Rechner runtergefahren – und am Mittwoch rührte er sich nicht mehr, stattdessen das Piepsen. (Übrigens 2x kurz – Pause – 6x kurz – Pause – 1x kurz, das habe ich mehrfach getestet.)

Erstaunlicherweise war sogar noch Garantie am Gerät (allerdings denkbar knapp, am 20. läuft sie ab), und da der Computer-Herr die Kiste auch mit seiner Anwesenheit nicht mehr zum Arbeiten brachte, brachte er sie zum Geschäft (da musste er eh hin). Das war gestern. Zwischendurch ein Anruf: Der Computer piepst im Geschäft nicht. War ja klar. Vermutet als Ursache wurde der RAM (der sollte eh ersetzt werden) oder der Staub auf der Graphik-Karte. Oooops.

Jetzt teilen sich 3GB RAM die Steckplätze im Rechner. Und der Rechner ist schnell. Bilde ich mir zumindest ein. Gepiepst hat er heute nich nicht, hoffen wir mal, dass das so bleibt.

Backwahn

Dienstag, 09. Dezember 2008

Was macht man, wenn man sich von Sorgen ablenken will? Richtig, backen. In meinem Fall die Sorgen um meinen Opa, der seit Monaten mit Bauchbeschwerden herumlaboriert, Gallensteinen, Tumoren, Darmverschluss – jetzt reicht’s endgültig, finde ich. :(

Gebacken habe ich

  • Spritzgebäck (das nächste Mal wieder, wenn ich einen Aufsatz für einen der drei antiken Fleischwölfe im Keller habe. Es gibt keine einzige passende Scheibe.) – schon aufgefuttert
  • Butterplätzchen – doppeltes Rezept, aber schon fast vernichtet, da werde ich nachlegen müssen
  • Haferplätzchen – doppeltes Rezept, von dem auch noch viel da ist, weil die wegen des Orangengeschmacks außer mir keiner mag. Notiz fürs nächste Jahr: Nur in die eine Hälfte Orange-Back rühren!
  • Nougattaler – zweieinhalbfaches Rezept, da könnte ich auch mehr von machen, die werden mir hier aus den Händen gerissen
  • Nussecken – gestern erst gebacken, und einige sind noch halbwarm gleich probiert worden. Die Hälfte mit Aprikosenkonfitüre (bzw. Fruchtaufstrich), das liebe ich.

Noch backen möchte ich

  • mehr Butterplätzchen – siehe oben
  • mehr Nougattaler – siehe oben
  • Kokosmürbchen – stelle ich mir sehr lecker vor
  • Marzipan-Cookies – klingt gut, und die werden meine Schwestern lieben
  • Zimtsterne

Hat jemand ein Rezept für Zimtsterne, die nicht steinhart werden? Ich habe den Versuch vor ein paar Jahren aufgegeben, weil ich trotz niedrigst dosierter Hitze und verschiedenster Rezepte immer Zimtsteine gebacken habe.

Schneckenpost

Sonntag, 12. Oktober 2008

Ist denn schon Weihnachten? Dass eine Büchersendung nur in den seltensten Fällen am Folgetag hier ist, weiß ich. Dass die Lieferzeit im Moment aber in Richtung “14 Tage nach Einlieferung” geht, finde ich nicht lustig. Eine Woche ist inzwichen schon schnell, egal, ob ich verschicke oder bekomme. Das kenne ich sonst nur aus der Zeit vor Weihnachten. Und bis dahin sind eigenltich noch 74 Tage, nicht 14. Und dabei warte ich auf so tolle Bücher. Nein, es liegt auf meiner Seite nicht am Postzusteller. Der ist einfach großartig und klingelt für Büchersendungen sogar, weil er Angst hat, die Bücher könnten beim Fall in den Korb beschädigt werden. Ein Buchliebhaber, der weiß, dass hier jedes Buch sehnsüchtig erwartet wird, und mich nie absichtlich hibbeln lassen würde. Ich meine, nicht, dass ich hier an akutem Büchermangel leide *hüstel* – aber es sind wirklich tolle Bücher unterwegs. ;)