Mit dem Kühlschrank durch Irland

Ich brauchte mal eine Abwechslung von den ganzen atemlosen, blutigen Thrillern, die ich sonst gerne lese, und da ist mir in meinem SUB (Stapel ungelesener Bücher – eigentlich ja gar kein Stapel, sondern zwei Regalfächer voll, und da sind die geliehen Bücher noch gar nicht bei…) “Mit dem Kühlschrank durch Irland” von Tony Hawks in die Finger gefallen. Mit 378 Seiten kein Wälzer, wurde mir mehrfach empfohlen. Warum nicht?

Ich habe keine Minute bereut. Es ist unglaublich witzig, alleine die Idee – aus einer Wette geboren -, mit einem Kühlschrank im Schlepptau ein fremdes Land zu bereisen, ist ja schon skurril. Wenn dann aber ein Radiosender sich einschaltet und quasi jeden Morgen live von der Reise berichtet, der Kühlschrank von einer Äbtissin gesegnet wird und die Leute den Kühlschrank mit Jubel begrüßen – das hat was.

Sicher, es handelt sich hier nicht um ein literarisches Meisterwerk. Die Sprache ist nicht besonders hübsch, sondern bodenständig. Die Leute könnten einem wahrscheinlich überall begegnen. Aber gerade das fand ich so liebenswert – mal ganz davon abgesehen, dass ich britischen Humor mag. Denn Tony Hawks ist Londoner, und als er sich in Nordirland befindet, passieren auch nicht ganz so unterhaltsame Dinge. Zwischendurch musste ich ganz schön schlucken.

Ein politisches Buch ist “Mit dem Kühlschrank durch Irland” aber sicher auch nicht. Es geht um ganz banale Ereignisse, die mit ganz gewöhnlichen Menschen zusammenhängen. Aber im Kontext dieser Reisebeschreibung entwickeln sie ein Eigenleben.

Wer mehr über diesen Mann erfahren möchte: Hier ist seine Homepage.

Eine Antwort zu “Mit dem Kühlschrank durch Irland”

  1. Suse sagt:

    Ach, das hatte ich auch neulich in der Hand – habe es aber angesichts eines seeeehr großen (ungelesenen) Bücherstapels wieder zur Seite gelegt.
    Nun ja, es wird nicht lange dauern…. ;-) )

    Liebe Grüße
    Suse