Marie Brennan: “Doppelgänger”

Klappentext:

Immer, wenn eine Hexe geboren wird, entsteht zugleich ein Doppelgänger. Dieser “Zwilling” muss getötet werden, damit die Hexe ihre Kräfte beherrschen lernt. Doch was geschieht, wenn der Doppelgänger überlebt? Mirage ist eine Kopfgeldjägerin. Sie lebt von ihren tödlichen Kampfkünsten. Niemals verfehlt sie ihr Ziel … und ihr nächstes Ziel ist eine Hexe. Miryo ist diese Hexe. Sie hat ihre Aufnahmeprüfung nicht bestanden. Sie weiß nun, dass es jemanden geben muss, der so aussieht wie sie – so ist wie sie: Mirage. Ihr bleibt keine andere Wahl: Sie muss ihre Jägerin jagen. Und vernichten.

Inhalt:

Mirage hat Reflexe wie keine zweite. Niemand konnte und kann mit ihr mithalten, nicht während ihrer Ausbildung, nicht jetzt, als sie einen Auftrag annimmt, zusammen mit ihrem besten Freund Eclipse. Sie soll den Mörder einer Hexe finden, und am besten seine Auftraggeber gleich mit. Durch ihre roten Haare wird sie oft selbst für eine Hexe gehalten – aber damit will sie nichts zu tun haben. Ihre Auftraggeber gehören selbst zu den Hexen – eine schwierige Situation für sie.

Miryo hat sich in den letzten 25 Jahren auf diesen Tag vorbereitet: Ihre Prüfung, nach der sie entweder eine Hexe oder eine Base – oder tot sein wird. Doch plötzlich stellt sie fest, dass sie ihre Kräfte nicht kontrollieren kann – und das ist extrem gefährlich. Sie erfährt, dass es irgendwo eine Doppelgängerin gibt, die sie töten muss, um die Gefahr für alle zu bannen. So macht sie sich auf die Suche.

Die beiden begegnen sich schließlich und finden die Idee, dass eine von ihnen sterben muss, gar nicht gut. Gemeinsam machen sie sich gegen alle Widerstände auf die Suche nach einem Weg, wie beide überleben können.

Meine Meinung:

Die Geschichte der beiden jungen Frauen, die sich suchen und finden, um damit vor ganz neue Schwierigkeiten gestellt zu werden, ist sicher keine brandneue Idee. Die Umsetzung ist aber wirklich gelungen – Marie Brennan hat eine Welt erschaffen, in der es Magie gibt, die aber streng kontrolliert wird. Mit dieser Magie einher gehen Glaubensvorstellungen, die seit Jahrhunderten überliefert werden. Beides ist gut durchdacht. Die Personen sind weitgehend glaubwürdig, die Konflikte unter den Hexen scheinen zunächst etwas undurchsichtig, werden aber nach und nach klarer.

Viele Begriffe erscheinen zunächst fremd, werden zum großen Teil aber im Glossar kurz erläutert und im Verlauf der Geschichte dann klarer. Die Basen z. B. waren ursprünglich Hexen, die die Prüfung nicht bestanden haben, bekommen aber selbst auch Kinder, die dann Basen sind.

Das Buch ist spannend, lustig und führt in eine fremde Welt. Wenn die erfahrene Mirage und die naive Miryo aufeinander treffen, scheint das Kräfteverhältnis zunächst klar – wird dann aber teilweise umgekehrt, wenn die Hexe der Jägerin die Magie zu erklären versucht. Immer wieder versuchen andere, die beiden aus dem Weg zu räumen – und immer wieder schaffen es die beiden, aus der Gefahr zu entkommen.

Die Sprache ist passend – dass beide Frauen durch ihre unterschiedliche Erziehung auch andere Floskeln verwenden, andere Ansichtsweisen haben, wird konsequent durchgehalten. Das Ende fand ich persönlich etwas abrupt, so dass ich mir den zweiten Teil auch gekauft habe. Gelesen ist er auch schon, aber man kann ihn nicht ohne dicke Spoilerwarnung rezensieren, so dass ich das in einem eigenen Beitrag machen werde.

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2 Antworten zu “Marie Brennan: “Doppelgänger””

  1. Janine sagt:

    das Buch hört sich sehr interessant an, das kommt auf meine “Muss ich haben Liste”

    lg Janine

  2. kwnn sagt:

    das Buch ist sooooo toll <3
    Ist echt shön geschrieben
    und ich freue mich auf die fortsetztung welche laut Buch zusatndekommen soll : D