Gelesen 2007

Januar

  • Terry Pratchett: A Hat Full of Sky (350 S.)
    Der zweite Band um die “Kleinen, freien Männer” und Tiffany Aching. Sehr interessant der Ansatz um eine Person, die in zwei Körpern geboren wird. ;)
  • Lyn Hamilton: Das keltische Labyrinth (320 S.)
    Eine Schatzsuche in Irland. Teilweise etwas langatmig. Mit den Anwälten Dideldum und Dideldei.
  • Tess Gerritsen: Schwesternmord (416 S.)
    Band vier der Reihe in Boston (Jane Rizzoli/Maura Isles). Je mehr ich davon lese, desto besser gefällt mir die Reihe, auch wenn ich die Ereignisse hier teilweise etwas vorhersehbar fand.
  • Terry Pratchett: Ab die Post (416 S.)
    Lustig, wie ein Betrüger das Postwesen reformiert. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. ;) Besonders schön fand ich den Namen der Göttin der in der Schublade verklemmten Dinge: Anoia. (Wer den Gag nicht versteht: to annoy ist das Verb, das Ihr suchen solltet.)
  • Angelika Mechtel: Cold Turkey (159 S.)
    Gelesen für eine Nachhilfe.
  • John Katzenbach: Der Patient (668 S.)
    362 Seiten Einleitung sind eigentlich ein bisschen viel. Die zweite Hälfte ist aber deutlich spannender.
  • Karin Slaughter: Dreh Dich nicht um (464 S.)
    Sara Linton und Jeffrey Tolliver werden mit einer Selbstmordserie auf dem Campus des College konfrontiert. Tessa, Saras Schwester, wird angegriffen und schwebt in Lebensgefahr. Spannend, wenn auch Lena teilweise sehr undurchsichtig bleibt.
  • Jilliane Hoffman: Morpheus (400 S.)
    Die Fortsetzung von Cupido, allerdings deutlich harmloser als das. Polizisten werden ermordet, der Täter ist der Polizei immer einen Schritt voraus. Fast alle Opfer haben eine Gemeinsamkeit: Sie waren dafür verantwortlich, dass Bantling hinter Gitter kam.

Februar

  • Kate Mosse: Das verlorene Labyrinth (752 S.)
    Ähnlich wie beim Montglane-Spiel werden hier zwei Handlungsfäden (aus der Vergangenheit und der Gegenwart) bei der Suche nach einem Gegenstand verknüpft. Auch wenn dieses Buch durchaus spannend war, habe ich viele Seiten einfach quer gelesen – Ortsbeschreibungen, Bildbeschreibungen, Einrichtungsbeschreibungen… Und: Das Montglane-Spiel konnte mich eher fesseln. Ein paar Seiten weniger hätten hier gut getan.
  • Karin Slaughter: Schattenblume (476 S.)
    Auch hier werden zwei Zeitstränge zusammengeführt, allerdings liegen die nur ca. 15 Jahre auseinander. Lena ist zurück bei der Polizei, Sara und Jeffrey haben so ihre Probleme – und plötzlich wird das Polizeirevier in Heartsdale überfallen. Spannend geschrieben, auch wenn die Rückblenden teilweise etwas irritierend waren. Am Ende fügt sich aber alles zusammen.
  • Wolfgang Hohlbein: Anubis (763 S.)
    Abgebrochen nach 330 Seiten, für die ich beinahe 14 Tage gebraucht habe. Ich habe das Buch zum Einschlafen gelesen, und das soll Horror sein? Danke, aber nein danke. Dazu dann eine gestelzte Sprache, die künstlich wirkenden Personen – da hat Hohlbein schon deutlich besseres geschrieben.
  • Tess Gerritsen: Scheintot (416 S.)
    Deutlich besser als der Vorgänger Schwesternmord (gelesen im Januar). Sehr spannend! (Und endlich bekommt Jane Rizzoli ihr Baby!)

März

  • Iny Lorentz: Das Vermächtnis der Wanderhure (715 S.)
    Was soll ich sagen – lässt sich gut weglesen. Und da ich Teil eins und zwei schon kannte… ;)
  • Thomas Thiemeyer: Reptilia (384 S.)
    Ein spannender Thriller mit wissenschaftlichem Hintergrund. Gleichzeitig ein Abenteuerroman, der in Afrika spielt. Ein Saurier soll das Immunsystem der Menschen retten. Doch dann kommt alles ganz anders.
  • Leonie Swann: Glennkill (374 S.)
    Schafe klären einen Mordfall an ihrem Schäfer. Ein Muss für alle, die stricken! ;) Sehr witzig geschrieben, teilweise sind die Schafe herrlich naiv und entlarven so die menschlichen Fehler und Eigenarten sehr treffend.

April

  • Giles Blunt: Blutiges Eis (395 S.)
    Fortsetzung von Gefrorene Seelen. Spannend, wenn auch zwischendurch für meinen Geschmack ein bisschen zu politiklastig.
  • James Patterson: 3. Grad (285 S.)
    Verschwörungen gegen die Mächtigen der Welt. Irgendwie nicht so gut wie die beiden Vorgänger, obwohl spannend geschrieben, bleibt ein schaler Nachgeschmack.
  • Andreas Eschbach: Exponentialdrift (268 S.)
    Ursprünglich als Fortsetzungsroman in der Sonntagsausgabe der FAZ erschienen, sind die Kapitel sehr kurz, enden immer mit einem “Cliffhanger” und spielen meistens im Verlauf einer Woche. Interessanter Science-Fiction-Roman, allerdings ein sehr abruptes Ende. Ich würde mir eine Fortsetzung wünschen.
  • Terry Pratchett: Klonk! (416 S.)
    Nicht nur, dass Zwerge und Trolle eine Jahrhunderte alte Fehde pflegen, Sam Mumm muss auch jeden Tag um Punkt sechs Uhr abends dem kleinen Sam (seinem Sohn) “Das ist nicht meine Kuh” vorlesen. Pratchett wird immer abgedrehter. Sehr witzig!
  • Markus Heitz: Sanctum (606 S.)
    Spannende Fortsetzung von Ritus – der Protagonist ist immer noch ein Macho, die Bestie ist immer noch die Bestie, aber ich habe mitgefiebert. Und jetzt? Wegen mir könnte Heitz noch mehr in dieser Richtung schreiben! :)
  • Tony Hawks: Mit dem Kühlschrank durch Irland (378 S.)
    Sehr lustige Reisebeschreibung. Auf Grund einer Wette trampt ein Mann durch Irland, einen Kühlschrank im Schlepptau. Lässt sich wirklich gut weglesen, ich habe mehrfach herzlich gelacht – und zwischendurch auch geschluckt.
  • Sheldon Rusch: Rabenmord (345 S.)
    Spannend, auch wenn man von Poe nichts gelesen hat. Ab und zu ist es etwas zu zufällig (die einzelnen Hinweise fallen der Ermittlerin mit der schier unglaublichen Intuition einfach so in den Schoß), aber insgesamt ein spannendes Erstlingswerk. Ich bin schon gespannt, ob es eine Fortsetzung geben wird.
  • Ahmet Zappa: Die fabelhaften Monsterakten der furchtlosen Minerva McFearless (224 S.)
    Ich fand es lustig, wie Minerva mit ihrem Bruder und einem Buch loszieht, um ihren Vater zu retten. Ich schätze, Kinder haben eine Riesenfreude an diesem Buch, was ich mangels Kindern nicht testen konnte. ;)
  • Frank Schätzing: Mordshunger (448 S.)
    Sehr kurzweiliger, sehr verwickelter Krimi, in dem es zwischenzeitig ein knappes Dutzend Verdächtige und ebenso viele Fährten gibt. Nicht nur für Gourmets und/oder Kölner interessant. Teilweise ein wenig zu konstruiert, aber insgesamt durchaus spannend.

Mai

  • Kate Pepper: 48 Stunden (382 S.)
    Spannend zu lesen, wenn auch teilweise ein wenig sehr zufällig. Ein entführtes Mädchen, der Fall geradezu erschreckend parallel verlaufend zu einem bisher ungelösten. Schön, dass die Polizisten aneinander zweifeln, das kommt mir bei anderen Büchern zu selten vor, wenn sich Hinweise verdichten. Teilweise sehr skurrile Charaktere – Loopy, Bruno…
  • Agustin Sanchez Vidal: Kryptum (737 S.)
    Interessant. Eine Mischung aus Abenteuerroman und Historischem, zwei Handlungsstränge in zwei verschiedenen Zeiten werden miteinander verknüpft. (Davon habe ich in diesem Jahr schon mehr gelesen als in den zwei Jahren davor.) Allerdings teilweise ein wenig abgedreht (gegen Ende), wenn auch durchaus nach meinem Geschmack – und auch, wenn ich sicher nicht alle Feinheiten verstanden habe (ich kennen mich mit arabischer und spanischer Geschichte nicht so gut aus), habe ich jede einzelne Seite genossen.
  • Terry Pratchett: Die gemeine Hauskatze (155 S.)
    Urkomisch, wie Pratchett Katzen beobachtet – und ihre Dosenöffner gleich mit. Die Zeichnungen sind witzig, wenn sie auch fast die Hälfte der Seiten einnehmen. Das erklärt auch, warum man das Buch mal eben zwischendurch liest. Wer Katzen mag und Pratchett auch – lesen.
  • David Morrell: Creepers (432 S.)
    Unglaublich spannend. In Echtzeit (mehr oder weniger, ich lese zu schnell) wird der Leser in die Geschichte gezogen. Immer, wenn man meint, jetzt habe ich alle Puzzleteile, kommt wieder ein neues Stück hinzu. Ein altes Gebäude und seine Geheimnisse. Dazu ein Unwetter. Kann es spannender sein?
  • Giles Blunt: Kalter Mond (440 S.)
    Blunt steigert sich mit jedem Band. Deutlich spannender als die beiden Vorgänger, die mir auch schon gefallen hatten. Ich bin schon gespannt auf Band 4, den ich allerdings noch nicht habe! Ritualmorde, das ist neu in Algonquin Bay. Außerdem eine junge Frau, die ihr Gedächtnis verloren und offensichtlich eine Verbindung zur Leiche hat. Und John Cardinals Frau Catherine hat eine manische Phase.
  • Eoin Colfer: Artemis Fowl – Die Akte (171 S.)
    Zwei Kurzgeschichten und ein paar Rätsel, angereichert durch ein paar Interviews und einen kurzen Text in Geheimschrift. Die erste Geschichte erzählt, wie Holly Short ihre Prüfung schafft, die zweite, wie Artemis einen besonderen Edelstein erbeutet (zeitlich in der Gegend von Buch zwei angesiedelt, wenn ich das richtig verstanden habe). Beide Geschichten sind gewohnt temporeich und lustig. Es wird Zeit, dass ich endlich mit Buch 4 anfange! ;)
  • Douglas Preston: Der Codex (480 S.)
    Abgebrochen nach 144 Seiten – ich kann die Brüder immer noch nicht auseinanderhalten und hatte mir mehr davon versprochen. Weniger Abenteuer, mehr Thriller (wie es auch auf dem Cover steht, zum Donnerdrummel!) – vielleicht fange ich nächsten Monat nochmal an der Stelle an, aber jetzt habe ich es erstmal verliehen.

Juni

  • Valerio M. Manfredi: Das etruskische Ritual (317 S.)
    Was als Archäologiethriller angekündigt wird, entpuppt sich schnell als Mystery-Thriller. Meiner Meinung nach eine spannende Geschichte um eine Statue, die ein Archäologe untersucht. Vor Ort gerät er dann aber in eine Geschichte, die einem den Atem stocken lässt. Nur nach und nach erschließt sich einem alles. Völlig andere Sprache als bei den (meist amerikanischen) Thrillern, die ich sonst lese, ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber flüssig zu lesen und einfach schön.
  • Mark T. Sullivan: Panic (360 S.)
    Leicht esoterisch angehauchter Thriller um eine Frau, die auf die Jagd geht – ursprünglich auf Hirsche, doch bald auf den Menschen, der die Mitglieder ihrer Gruppe angreift. Man merkt schon, dass das Buch vor 66095 und Toxic entstanden ist, aber Spannung kommt auf. Allerdings ist das Ende nicht gerade realistisch. Trotzdem interessant zu lesen, wenn auch mit leichten Abzügen.
  • Stephen Woodworth: Das Flüstern der Toten (383 S.)
    Menschen mit violetten Augen können mit Toten kommunizieren und werden auch vor Gericht hinzugezogen. Doch jetzt hat es jemand auf sie abgesehen. Interessanter Mystery-Thriller, ein Erstlingswerk, das sich sehen lassen kann. Die Fortsetzung werde ich sicher auch lesen, wenn ich sie bekomme.
  • Michael Robotham: Adrenalin (445 S.)
    Spannender Thriller, in dem ein zynischer Psychologe plötzlich vor dem Scherbenhaufen steht, der einmal sein Leben war. Teilweise ein bisschen dick aufgetragen, aber insgesamt flüssig zu lesen und mit rabenschwarzem Humor gespickt.
  • Lisa Gardner: Lauf, wenn Du kannst (431 S.)
    Trauernde Witwe oder Schwarze Witwe? Tragischer Unfall oder eiskalt geplanter Mord? Liebende Mutter oder Münchhausen-Stellverteter-Syndrom? Nicht jede dieser Fragen wird beantwortet. Sehr spannender Thriller in Boston, wenn auch manche Sachen einfach zu klischeehaft sind, interessante Ansätze.

Juli

  • Chris Mooney: Victim (384 S.)
    Ein Mädchen wird Zeuge eines Mordes an einer Frau. Der Täter verfolgt sie und ihre Freundinnen. Nur sie kann entkommen. Über 20 Jahre später arbeitet sie selbst für die Polizei. Als ein Mädchen entführt wird, findet sie dort eine Frau, die völlig verstört ist. Hängen die Fälle zusammen? Zunächst etwas anstrengend, aber dann spannend. Vieles wird nur angedeutet (gerade in den Beziehungen zu anderen Menschen), so dass ich eine Fortsetzung vermute.
  • Terry Pratchett: Der Winterschmied (381 S.)
    Tiffany tanzt. Plötzlich wird sie in eine uralte Geschichte gezogen, in der der Winterschmied sie für die Sommerfrau hält. Natürlich mit jeder Menge Hexen und Hexerei, die “Wir sind die Größten!” nicht zu vergessen. Viele Anspielungen auf andere Scheibenwelt-Bücher – und auch Anoia taucht wieder auf. Ich habe mich königlich amüsiert!
  • Karin Slaughter: Faithless (552 S.)
    Ein Mädchen wurde lebendig in einer Kiste im Wald vergraben, als es gefunden wird, ist es schon tot – vergiftet. Es gehörte zu einer Gruppe religiöser Eiferer, war aber schwanger. Außerdem haben Sara und Jeffrey mal wieder Streit, Lena wird immer seltsamer – hoffentlich wird der nächste Band mal wieder besser. Das Buch war spannend, konnte mich aber an vielen Stellen trotzdem nicht so richtig mitreißen. Das Ende entschädigt dann aber für einiges!
  • J. K. Rowling: Harry Potter and the Deathly Hallows (607 S.)
    Spannend, mit kleineren Längen in der Mitte. Meiner Meinung nach ein gelungenes Ende. Ich habe gelacht, geweint (besonders kurz vorm Schluss), und jetzt werde ich gar nichts mehr dazu schreiben, um niemandem die Spannung zu nehmen.

August

  • Cody McFadyen: Die Blutlinie (480 S.)
    Spannender Erstling, der mich wirklich mitreißen konnte – wenn auch mit einigen Schwächen, die ich aber bei Erstlingen eher verschmerzen kann. Teilweise ein wenig zu drastisch für meinen Geschmack. Smoky Barrett, FBI-Ermittlerin und -Abteilungsleiterin, hat vor Beginn des Buches viel mitgemacht – ihr Mann und ihre Tochter sind tot, sie ist entstellt. Ein neuer Fall holt sie zurück in ihr altes Leben – ein Mann gibt sich als Nachfahre von Jack the Ripper aus und tötet erst ihre Freundin, um dann ihr gesamtes Team zu bedrohen. Wirklich spannend.

September

  • Sabine Thiesler: Der Kindersammler (526 S.)
    Ich fand das Buch recht spannend, dass ich ca. 4 Wochen dafür gebraucht habe, liegt daran, dass ich im August viel gearbeitet habe. Ungewöhnlich für einen Thriller: Man kennt den Täter, es kommt nur noch darauf an, ob er gefasst wird und von wem. Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich, dass alle Nase lang Zeit und Perspektive geändert wurden, und dass Hauptpersonen auftauchten, die dann über viele Kapitel hinweg keine Rolle mehr spielten.
  • Eoin Colfer: Artemis Fowl – Die Rache (336 S.)
    Ich kann mir nicht helfen, aber dieser Band gefiel mir nicht ganz so gut wie die Vorgänger. Sicher, die Figuren sind wie immer herrlich skurril (v. a. Opal Koboi mit ihren vielen Macken), aber irgendwie fehlte mir der Pfiff. So richtig gezündet haben die Ideen nicht, wenn auch viele liebevolle Details im Buch steckten. Ich hoffe auf die Fortsetzung, die hier auch schon wartet.
  • Michael Crichton: Next (513 S. + 25 S. Anhang)
    Crichton schafft es immer wieder, wissenschaftliche Themen so aufzubereiten, dass sie auch für den interessierten Laien verständlich werden – und schafft “nebenbei” spannende Thriller. Dieses Buch ist keine Ausnahme, das Thema Gentechnik und Klonen ist ganz sicher keine leichte Kost, und doch habe ich einiges erfahren, dass ich so vorher noch nicht wusste. Die vielen Handlungsfäden verwirren zwischendurch ein bisschen, aber er schafft es, sie zusammenzuführen, so dass man zum Schluss keine losen Enden übrig bleiben, die mit der Geschichte an sich zu tun haben – oder vielmehr den Geschichten. Fesselnd geschrieben, mit interessanten Zeitungsartikeln gespickt.
  • Kathleen McGowan: Das Magdalena-Evangelium (541 S.)
    Interessante Geschichte, spannend erzählt – ich mag Kirchenverschwörungsthriller immer noch. Zwar denke ich, dass die autobiographischen Züge eher weniger ausgeprägt sind, aber das Buch habe ich in nur zwei Tagen gelesen – ich konnte es kaum weglegen. Dabei muss man nicht alles für bare Münze nehmen, ich habe es eher als Fantasy-Thriller aufgefasst.
  • Stephen Woodworth: Die Stimmen der Nacht (379 S.)
    Die Fortsetzung von “Das Flüstern der Toten”, gelesen im Juni. Diesmal lässt Woodworth es langsamer angehen, die Geschichte spielt rund sechs Jahre nach der im ersten Buch. Natalie und ihre Tochter Callie leben relativ glücklich. Doch die Gesellschaft, aus der Natalie ausgetreten ist, versucht immer aufdringlicher, Callie in die Schule zu bekommen – was Natalie zu verhindern versucht. Kurz darauf überschlagen sich die Ereignisse, Natalies Mutter Nora ist nur das erste Opfer eines Mannes, der einen perfiden Plan verfolgt. Gegen Ende immer temporeicher, fängt das Buch relativ langsam an. Man erfährt mehr über Natalie und ihre Familie als im ersten Teil. Spannend, ich hoffe, die beiden folgenden Bände werden entweder bald übersetzt, oder ich bekomme sie auf englisch.

Oktober

  • Jill Gregory & Karen Tintori: Das Buch der Namen (397 S.)
    Teilweise sehr esoterisch und mystisch, aber spannend erzählt: Auf der Welt gibt es in jeder Generation 36 Gerechte, die von ihrer Besonderheit nichts wissen, aber dennoch dafür sorgen, dass die Welt existiert. Schema F: Diese will eine Gruppe von Bösen auslöschen, um den Weltuntergang herbeizuführen, während eine Handvoll Helden sie retten möchte. Aber trotzdem war ich gefesselt, wenn auch teilweise etwas verwirrt wegen der vielen mir unbekannten Begriffe.
  • Sebastian Fitzek: Die Therapie (336 S.)
    Sehr spannend geschrieben, diese Geschichte um ein verschwundenes Mädchen und ihren Vater, der auf einer Nordseeinsel versucht, das Geschehene zu verarbeiten – vier Jahre später. Plötzlich taucht eine Frau auf, die ihn geradezu anfleht, ihr Therapeut zu sein, obwohl er schon seit vier Jahren nicht mehr als Psychologe praktiziert. Teilweise ziemlich verwickelt, löst sich am Ende alles auf. Wenn “Amokspiel” nur annähernd so spannend ist, freue ich mich, dass es hier schon darauf wartet, gelesen zu werden!
  • Greg Iles: Bisswunden (688 S.)
    Teilweise ein wenig sehr verwickelt, aber insgesamt spannend, wie die Spezialistin für Bisswunden Cat Ferry nicht nur eine Mordserie löst, sondern auch ihre Verangenheit aufarbeitet. In der Mitte ein wenig zu langatmig.
  • Jed Rubenfeld: Morddeutung (528 S.)
    Psychoanalyse, ein Mord, New York Anfang des 20. Jahrhunderts, Freud, Jung und ein paar weitere Psychoanalytiker, ein richtig aufmerksamer, aufrechter Polizist – das sind die Grundzutaten für einen wirklich interessanten, spannenden Krimi. Da Freuds Theorien und Ansätze eins meiner Spezialgebiete im mündlichen Abi waren, habe ich das Buch geradezu verschlungen. Auch das Szenario fand ich klasse. Zwischendurch ein paar kleinere Schwächen, aber den Mord und die Angriffe auf eine Frau mit Hilfe der gerade erst ein paar Jahre alten Psychoanalyse zu lösen, fand ich wirklich spannend. Unter mehreren Gesichtspunkten, denn New York im Jahr 1909 war mir bisher kein Begriff.

November

  • Eoin Colfer: Artemis Fowl – Die verlorene Kolonie (352 S.)
    Besser als der Vorgänger, der meiner Meinung nach deutlich schwächelte. Dämonen tauchen immer häufiger auf der Erde auf, und das Erdvolk versucht, das zu vertuschen. Natürlich ist Artemis hinter diesen Erscheinungen her, und da er erfolgreicher ist, wird Holly in den aktiven Dienst zurückgeholt. Außerdem bekommt Artmis in Minerva eine würdige Gegenspielerin. Interessant fand ich das Ende, ich bin gespannt, wie das weitergeführt wird.
  • Hape Kerkeling: Ich bin dann mal weg (320 S.)
    Literarisch wahrscheinlich nicht das anspruchvollste, was der Buchmarkt hergibt. Aber eindeutlich lustig, bewegend, treffend beobachtet. Allerdings hat es bei mir nicht den Wunsch geweckt, mich auf die Reise zu begeben – vielleicht, weil ich mich mit meiner dicken Erkältung lieber im Bett aufgehalten habe? Für mich ein echtes Buch, und schon das macht es lesenswert – nebenbei, wie schon gesagt, sehr unterhaltsam.
  • Ian Caldwell und Dustin Thomason: Das letzte Geheimnis (441 S.)
    Netter Krimi (so richtig als Thriller mag ich das Buch nicht beschreiben), in dem Princeton-Studenten hinter dem Geheimnis eines Buches her sind. Nun ja, nett ist das Adjektiv, das ich benutze, wenn mich etwas nicht vom Hocker reißt, aber auch nicht schlecht ist. Irgendwie hatte ich aber mehr erwartet, es gibt nicht mal eine richtige Auflösung – im Gegenteil, ich erwarte quasi eine Fortsetzung, in der die vier Jahre zwischen dem vorletzten und dem letzten Kapitel näher beleuchtet werden. Ein bisschen wie Fast Food – ab und zu mal ganz nett, aber auch keine rechte Substanz.
  • Wolf Serno: Der Puppenkönig ( 496 S.)
    Abgebrochen nach 246 Seiten – die Geschichte kommt nicht recht in Schwung, die Morde plätschert wie auch die Geschichte dahin. Ich hatte bisher gehofft, dass da noch etwas Spannung aufkommt, aber dem ist anscheinend nicht so.
  • Sebastian Fitzek: Amokspiel (430 S.)
    An einem Stück gelesen. Unglaublich spannend. Zwischendurch war ich sogar dem Täter auf der Spur, wer nun wirklich hinter der verschwundenen Verlobten steckt. Und dann wurde ich wieder auf eine falsche Fährte gelockt. Ich frage mich nur, warum die Helden bei Fitzek immer unglaublich gutaussehend sein müssen. Ansonsten freue ich mich schon auf “Das Kind”, das ich mir sicher im Januar kaufen werde.
  • Kate Pepper: 3 Wochen bis zur Wahrheit (348 S.)
    Spannend, auch wenn ich die Hintergründe im Groben relativ schnell durchschaut hatte. Lässt sich aber gut weglesen. Kaum Katz-und-Mausspiele, aber ein doch teilweise leicht überraschendes Ende. Eher ein Krimi, weil man nach der Hälfte schon in etwa weiß, was passiert ist und nur noch die Hintergründe im Einzelnen geklärt werden müssen.
  • Andreas Eschbach: Die seltene Gabe (204 S.)
    Man merkt schon, dass der Autor nie ein 17 Jahre altes Mädchen war, teilweise fand ich die Gedankengänge etwas abstrus. Aber insgesamt ist die Geschichte von Marie und Armand spannend erzählt. Ein Telekinet entkommt dem Institut, in dem er jahrelang untergebracht war. Auf seiner Flucht nimmt er Marie als Geisel, die beiden kommen sich schnell näher. Ich denke, für Jugendliche, die Spannung mögen, könnte dieses Buch das sein, was für mich die Reihe um die Violetten ist.

Dezember

  • Thomas Thiemeyer: Magma (523 S.)
    Greift teilweise das Thema von “Medusa” wieder auf, hätte aber meiner Meinung nach gerne um ca. 100 Seiten gekürzt werden können. Eigentlich spannend: Was sind das für Kugeln, die fast überall auf der Welt auftauchen, und wie hängen diese Kugeln mit den Naturkatastrophen zusammen, die sich plötzlich häufen? Aber: Die Umsetzung ist teilweise holperig. Manches wird angedacht, aber nicht ausgeführt, und die Personen bleiben häufig blass und ohne Tiefe.
  • Sabine Thiesler: Hexenkind (576 S.)
    Erinnert mich zu stark an “Der Kindersammler”, wenn auch die Umsetzung anders ist. Ich hatte mehr erwartet, und die häufigen Rückblenden fand ich dann irgendwann nur noch irritierend. Ich mag chronologisch erzählte Geschichten meist lieber. Der Fall an sich ist spannend. Allerdings warte ich halb auf eine Fortsetzung, schließlich ist das Ende halb offen. Eine Frau wird ermordet – und nach und nach wird so ziemlich jeder verdächtig, der sie kannte. Auch hier: 100 Seiten weniger wären nicht schlecht gewesen.
  • Nancy Atherton: Tante Dimity und das geheimnisvolle Erbe (317 S.)
    Wird unverständlicherweise als Krimi gehandelt, ist aber eigentlich ein herrlicher Roman. In einem Internetforum habe ich in diesem Zusammenhang den Begriff “fluffig” gelesen, und ich muss sagen, das trifft’s. Unterhaltsam, ein bisschen Liebe (die selbst mich nicht gestört hat), ein bisschen Geheimnis, ein bisschen Humor, ein bisschen Gemütlichkeit – ich gestehe, ich bin ab sofort ein Fan. Dummerweise bisher nur beim Club zu bekommen, im Doppelpack, und der zweite Band liegt natürlich nicht hier. Ich bin unsicher, ob ich das Buch weitervertauschen möchte oder behalten. Nichts Hochanspruchsvolles, sondern ganz einfach ein nettes Buch für einen verregneten Nachmittag. Kleine, heile Welt. Muss auch mal sein. ;)
  • Tony Strong: Gefährliche Versuchung (382 S.)
    Abgebrochen nach 124 Seiten. Ist mir zu drastisch, andererseits kommt kaum Spannung auf. Einfach nicht mein Fall.