Gelesen 2008

Januar

  • Tony Hawks: Wunschkonzert – Ein Hit geht auf die Reise (444 S.)
    Tony Hawks ist wahrscheinlich der Meister der skurrilen Wetten, denn auch die Geschichte dieses Buchs basiert darauf, dass jemand ihn herausgefordert hat. Zwischendurch fand ich das Buch ein bisschen langatmig, aber insgesamt doch recht unterhaltsam. Was soll ich sagen – ich mag britischen Humor. ;)
  • Gregg Olsen: Cruel – Eiskaltes Grauen (315 S.)
    Wirklich spannend geschrieben. Nach und nach erfährt man, was sich zwanzig Jahre vor den Ereignissen im Buch zugetragen hat. Zwanzig Morde – und die Täterin ist nach wie vor auf freiem Fuß. Ihre Tochter möchte die Vergangenheit vergessen, wird aber von der Realität eingeholt. Teilweise ein bisschen holprig, aber das kann auch daran liegen, dass ich chronologische Schilderungen bevorzuge. So spannend, dass ich das Buch an einem Nachmittag aus hatte.
  • Linwood Barclay: Ohne ein Wort (492 S.)
    Eines Tages verschwinden Cynthias Eltern und ihr Bruder spurlos. Sie lebt fortan bei ihrer Tante. 25 Jahre später, Cynthia ist mittlerweile selbst verheiratet und hat eine Tochter, geschehen merkwürdige Dinge. Sind die drei tot oder nicht? Wer versucht da, mit ihr Kontakt aufzunehmen? Und warum erst jetzt? Wirklich spannend, wenn auch teilweise ein wenig vorhersehbar, ich konnte das Buch kaum weglegen.
  • Sheldon Rusch: Mordmelodie (320 S.)
    Elisabeth Taylor Hewitt aus “Rabenmord” ist zurück – und auf der Spur eines neuen Serienmörders. Es sterben eine junge Frau und ein älterer Mann – schon zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit diese Kombination. Beim Klassikradiosender trifft sie auf einen alten Schulfreund. Weniger zufällig als der Vorgänger, durchaus humorvoll, kein Splatter trotz einer Vielzahl an Morden, sehr spannend zu lesen.
  • Markus Heitz: Kinder des Judas (702 S.)
    Nach Werwölfen sind nun Vampire das Thema. Wieder werden historische Ereignisse und Personen in einen fiktiven Kontext gestellt, naturgemäß recht blutig. Trotzdem spannend zu lesen, wie aus einem kleinen Mädchen eine mächtige Frau wird, die inzwischen über 300 Jahre alt ist und ihre Natur verleugnet. Hoffentlich nicht das letzte Buch zu diesem Thema, denn Heitz’ Vampire gefallen mir.
  • John Saul: Stalker (383 S.)
    Der Titel ist etwas irreführend, finde ich. In diesem Thriller geht es um Entführungen. Eine Familie will ihr Haus verkaufen, nach der Besichtigung ist die Tochter spurlos verschwunden – und jetzt glaubt die Mutter ihr, dass ein Fremder Dinge aus ihrem Zimmer mitgenommen hatte. Die Polizei tappt auch dann noch im Dunkeln, als weitere Personen verschwinden. Wirklich spannend, auch wenn der Täter sich im Verlauf immer mehr herauskristallisiert. Schöner Spannungsbogen.
  • Tess Gerritsen: The Mephisto Club (355 S.)
    (Deutscher Titel: Blutmale) Gibt es den Teufel? Gibt es das personifizierte Böse? Vor dieser Frage stehen Maura Isles und Jane Rizzoli in ihrem sechsten Fall. Eine Leiche, in deren Haus nicht nur jede Menge Blut vergossen wurde, sondern an deren Wände außerdem okkulte Zeichen sind. Spannend, aber auch ein bisschen abgedreht. Ich freue mich auf den nächsten Fall und hoffe, dass er weniger obskur ist.
  • Greg Iles: Blackmail (624 S.)
    Ich bin mal wieder auf eine Fortsetzung hereingefallen – der erste Band ist “Unter Verschluss”, den ich mir aber nicht besorgen werde, weil ich den Inhalt dank einiger Erinnerungen in diesem Buch inzwischen auch kenne. ;) Zwischendurch ein bisschen sehr konstruiert, aber insgesamt spannend. Und darauf kommt es doch bei einem Thriller an, oder? Eine tote Schülerin, die eine Affäre mit einem Arzt hatte, der daraufhin erpresst wird. Drogengeschäfte, politische Intrigen, Verfolgungsjagden, Schusswechsel – alles vorhanden. Und Band drei kommt garantiert auch irgendwann.
  • Michael Robotham: Amnesie (446 S.)
    Der Vorgänger war spannender, aber das könnte daran liegen, dass ich nicht-chronologisch erzählte Geschichten nicht so gerne mag. DI Ruiz hat sein Gedächtnis verloren und zusammen mit O’Laughin versucht er nun, seine Schritte zu rekonstruieren. Was hat das alles mit einem Fall zu tun, der drei Jahre zurückliegt? Was ich vermisst habe: Die lustigen, sarkastischen Zwischentöne aus dem ersten Teil. Spannung kommt aber auf. Band drei kommt im Mai auf deutsch und hat erneut eine andere Hauptperson (Alisha Barba), Band vier erscheint nächsten Monat auf englisch. Ich freue mich schon!
  • Jenny Nimmo: Charlie Bone und das Geheimnis der sprechenden Bilder (359 S.)
    Da nimmt man sich fest vor, ein Buch auf gar keinen Fall zu mögen – und ist bezaubert. Ich mag dieses Buch sehr. Ein Junge entdeckt eines Tages, dass er beim Ansehen eines Bildes hören kann, was während der Auffnahme gesprochen wurde. Und auf einmal erfährt er, dass in der Familie seines Vaters so ziemlich jeder eine Begabung hat. Und dass er nach den Ferien auf eine andere Schule gehen wird. Was klingt, wie ein Abklatsch von Harry Potter, ist in Wahrheit ein wirklich spannender Kinder-Roman. Und jetzt kann ich es kaum erwarten, den zweiten Band auch zu ergattern.
  • Chelsea Cain: Furie (384 S.)
    Schon ein bisschen splatterig (vor allem die Eröffnungsszene), aber auch sehr spannend durch die verschiedenen Perspektiven. Ein Polizist kehrt ca. zwei Jahre, nachdem er bei seinem letzten Fall selbst Opfer wurde, in seinen Beruf zurück. Drei entführte Teenager, die sich ähnlich sehen. Wer ist der Täter? Mir ein bisschen zu platt: die Reporterin, die die Ermittlungen begleitet. Ansonsten: Spannend, ich freue mich aufs nächste Buch (Grazie, gerade erschienen).
  • Jonathan Stroud: Bartimäus. Das Amulett von Samarkand (540 S.)
    Ich mag dieses Buch, das mehr Fußnoten enthält als so mancher wissenschaftliche Text. Allerdings mag ich ja skurrile, lustige Fantasy generell gerne. Ein Dschinn, ein Junge, der sich mehr zutraut, als gut für ihn ist, London und eine Verschwörung – jetzt hätte ich gerne den zweiten Band.
  • Paul Cleave: Der siebte Tod (415 S.)
    Abgebrochen nach ca. 175 Seiten – nicht mein Fall.

Februar

  • James Patterson: 4th of July (416 S.)
    (Deutscher Titel: Die 4. Frau) Wie gewohnt kurze bis sehr kurze Kapitel, was den Spannungsbogen relativ hoch hält. Allerdings wird das ganze inzwischen fast schon hektisch. Lindsay Boxer muss sich nach vier Schüssen vor Gericht verantworten. Gleichzeitig passieren Morde, die sie an ihren ersten ungelösten Mordfall erinnern. Wirklich spannend, auch wenn das Ende dann ein bisschen sehr plötzlich kam (und ich es so ähnlich schon eine Weile vermutet hatte).
  • R. Scott Reiss: Black Monday (472 S.)
    Was passiert, wenn die Ölvorräte der Welt mit einem Erreger verseucht sind, die das Öl unbrauchbar machen? Dieser Frage geht dieser Roman nach. Ein bisschen sehr “Amerikaner rettet die Welt”, aber insgesamt ein Szenario, das erschreckt und nachdenkllich macht. Manche Personen sind sehr stereotyp, andere hingegen schön ausgearbeitet. Spannend.
  • P. J. Tracy: Spiel unter Freunden (393 S.)
    Ein Computerspiel dient einem Serienmörder als Vorlage für seine Morde. Aber wer ist der Täter? Und wie hängt diese Mordserie mit dem Doppelmord in einem entfernten Ort zusammen? Spannend, aber auch lustig, nicht zu blutig (wenn auch viel Blut fließt) – gut, dass die drei Folgebände hier auch noch stehen!
  • P. J. Tracy: Der Köder (442 S.)
    Fortsetzung von “Spiel unter Freunden”. Drei ermordete alte Menschen in drei Tagen. Wer waren sie wirklich? Und ist der vierte Mordfall mit diesen dreien verknüpft? Teilweise rasant, wieder sehr unterhaltsam und spannend.
  • Frédéric Neuwald: Göttergrab (347 S.)
    Ein mysteriöses Abenteuer – und auch dieses Mal weiß Morgan Lafet nicht genau, was er da eigentlich sucht. Zwischendurch einige Hänger, aber ein durchaus überraschendes Ende – das wieder einmal keins ist. Es wird also mindestens noch einen dritten Teil um diesen wahnsinnig attraktiven Archäologen und seine Freunde geben. ;) Ganz nett, aber irgendwie nicht besonders viel Substanz.

März

  • Terry Pratchett: Schöne Scheine (415 S.)
    Feucht von Lipwig steht vor einer neuen Herausforderung: Nach der Post soll er nun die Königliche Bank sanieren. Dort herrschen ähnich skurrile Sitten wie früher in der Post, aber der Bankdirektor ist ein Hund, den ihm seine verstorbene Besitzerin vererbt hat. Äußerst unterhaltsam.
  • David Morell: Level 9 (415 S.)
    Spannende Fortsetzung von “Creepers”, dieses Mal geht es um Zeitkapseln, Geocaching und Computerspiele. Und um eine Gruppe Menschen, die entführt wurde und nun um ihr Überleben kämpft. Ich hoffe, es gibt noch mehr Fortsetzungen, denn ich fand es so spannend, dass ich es an zwei Tagen ausgelesen hatte (und das hat nur so lange gedauert, weil ich Besuch hatte).
  • Jenny Nimmo: Charlie Bone und die magische Zeitkugel (316 S.)
    Im zweiten Band der Reihe lernt Charlie einen lange verschollenen Verwandten kennen. Da der aber durch die Zeit gereist ist, ist er im geichen Alter. Und natürlich versuchen Charlie und seine Freunde alles, um Henry zurückzubringen, was seine Großmutter und ihre Schwestern zu verhindern versuchen. Alte Bekannte und neue Figuren – spannend und lustig – Band drei suche ich zur Zeit.
  • Gear & Gear: Das letzte Gebet (600 S.)
    Sehr interessant geschrieben, aber trotzdem habe ich das Buch nach ca. 130 Seiten abgebrochen – ich war nicht in der Stimmung dafür. Ich werde es aber sicher nochmal anfangen.
  • Jay Bonansinga: Mord auf Verlangen (284 S.)
    Spannender Thriller um einen Detective, der unter Blackouts und Albträumen leidet. Er verfolgt einen Serienmörder, und immer mehr verdichten sich die Hinweise, dass er selbst in diese Fälle verstrickt ist. Ich hatte zwar ab Seite 90 eine Ahnung, was da abläuft, aber es war trotzdem spannend zu lesen.
  • Wolfgang Hohlbein: Das Paulus-Evangelium (703 S.)
    Zwei Hacker verschaffen sich Zugang zu den Computern der päpstlichen Sommerresidenz und laden verschiedene Dateien herunter. Kurz darauf stellen sie fest, dass sie damit ihr Leben in Gefahr gebracht haben – und das ihrer Freunde und Kollegen gleich mit. Welches Geheimnis verbergen die computeranimierten Filme, die sie gesehen haben? Ganz nett, spannend, wenn auch teilweise sehr an den Haaren herbeigezogen und konstruiert. Killer im Auftrag des Vatikan – naja.
  • Jay Bonansinga: Hurricane (326 S.)
    Ulysses Grove jagt ein Wesen durch Hurricanes. Fortsetzung von “Die Eismumie”. Ich fand es zwischendurch richtig ekelig, der dritte Teil wartet hier schon, hoffentlich ist er nicht ganz so abgedreht. Spannend ist das Buch schon, aber irgendwie auch sehr abstrus.
  • James Patterson: The 5th Horseman (339 S.)
    Deutscher Titel: Die 5. Plage. Wieder eine Gerichtsverhandlung, diesmal eine Sammelklage gegen ein Krankenhaus, in dem Yukis Mutter Patientin ist. Gleichzeitig verfolgt Lindsay einen Mörder, der junge Frauen umbringt und die Leichen in teure Autos setzt. Schon spannend, aber mit Längen. Ich freue mich trotzdem auf den nächsten Band. :)
  • C. J. Box: Stumme Zeugen (480 S.)
    Zwei Kinder beobachten einen Mord und befinden sich auf der Flucht vor den Mördern. Dabei wissen sie nicht, wen sie trauen können und wem nicht. Ein Polizist im Ruhestand untersucht im gleichen Ort Hinweise, die zur Lösung eines Raubfalls führen könnten, der sich Jahre zuvor ereignet hat. Spannend geschrieben, und gerade weil man die Täter recht schnell präsentiert bekommt, fand ich die Geschichte interessant. Ein paar kleine Längen, die auch mit dem etwas behäbigen Lokalkolorit zusammenhängen, aber insgesamt gut erzählt.

April

  • Jay Bonansinga: Im Angesicht des Todes (310 S.)
    Eine Reihe von Doppelmorden beschäftigt Ulysses Grove. Als dann noch ein Killer auf ihn angesetzt wird, gerät seine kleine Familie in Gefahr. Teilweise wirklich ekelig (oder ich bin einfach empfindlicher geworden, ich weiß es nicht), und darum bin ich froh, dass in der nächsten Zeit kein neues Buch von ihm auf mich wartet. Spannend, aber auch ein bisschen abgedreht, zieht sich trotz des geringeren Umfangs aber auch teilweise.
  • Herbie Brennan: Das Elfenportal (356 S.)
    Ein ganz normaler Teenager mit ganz normalen Problemen (Trennung der Eltern, schnelles Erröten etc.) stellt plötzlich fest, dass es Elfen gibt. Und ein Elf stellt fest, dass das Leben als Prinz sehr gefährlich ist, besonders, wenn man in der falschen Welt festsitzt. Immer wieder neue Probleme – aber auch sehr schnelle Lösungen. Das ist meiner Meinung nach der größte Mangel des Buchs, denn die Lösungen kommen teilweise so selbstverständlich daher. Aber: Sehr schönes Fantasy-Buch, Band 2 und 3 stehen hier schon und darauf freue ich mich.
  • Will Adams: Das Gottesgrab (448 S.)
    Daniel Knox und Gaille Bonnard sind dem Grab Alexanders auf der Spur. Allerdings erst auf den letzten ca. 100 Seiten gemeinsam, davor sind sie sich spinnefeind. Und außerdem passiert drumherum eine Menge, das die Geschichte nicht voranbringt, weshalb ich teilweise auch ziemlich genervt war. Auch vom tollen Helden, der seinen Feinden (und davon hat er fast genauso viele wie Freunde) immer wieder in letzter Sekunde entkommen konnte. Das alles vor der Kulisse Ägyptens, das aber wirklich blasse Kulisse bleibt. Keine Begeisterung meinerseits, auch wenn das Ende dann noch spannender wurde.
  • P. J. Tracy: Mortifer (391 S.)
    Band 3 der Reihe. Alle Protagonisten aus Band 1 und 2 kommen erneut zusammen, allerdings in neuen Kombinationen. Grace, Annie und Sharon sind auf dem Weg zu einer abgelegenen Polizeistelle, um dort mit dem neuen Programm zu helfen. Dabei geraten sie aber in Lebensgefahr und werden plötzlich gejagt. Die Männer kommen ihnen zu Hilfe. Spannend geschrieben, und da es sich bei einer der Frauen um Grace McBride handelt, helfen sich die Frauen natürlich auch selbst. Band 4 muss noch ein bisschen warten, steht hier aber schon.
  • Michael Robotham: Todeskampf (474 S.)
    Alisha Barba erhält eine Nachricht von einer Schulfreundin, zu der sie seit Jahren keinen Kontakt hatte. Diese erzählt ihr, dass jemand hinter ihren Kindern her ist. Kurz darauf verunglücken sie und ihr Mann tödlich, es stellt sich heraus, dass sie ihre Schwangerschaft nur vorgetäuscht hat. Menschenhandel und Leihmutterschft – bedrückende Themen, die hier aufgegriffen werden und den Rahmen für einen wirklich spannenden Thriller bilden. (Und in Band 4, der auf englisch bereits erschienen ist, scheint wieder Joe O’Louglin die Hauptrolle zu spielen, der hier gar nicht auftauchte.)

Mai

  • Charlaine Harris: Grabesstimmen (287 S.)
    Harper Conelly wurde als Jugendliche von einem Blitz getroffen und kann seither Tote aufspüren und deren Todesart erkennen. Mit ihrem Bruder Tolliver Lang reist sie durch die USA, um eben das zu tun. Als sie in Sarne, Arkansas eine Mädchenleiche aufspürt, gerät plötzlich alles außer Kontrolle. Ihr Leben gerät in Gefahr, nicht erst, nachdem ihr Bruder verhaftet wird. Spannend und weder extrem ekelig noch gruselig, sondern eher ein Krimi, bei dem die besondere Begabung von Harper eine Rolle spielt. Auftakt zu einer Reihe, die viel verspricht.
  • Hef Buthe: Im Schatten des Münsters (316 S.)
    Ein Journalist macht Urlaub in Freiburg – und gerät miten hinein in die Story seines Lebens. Verschwörungen, die mehrere Jahrhunderte zurückreichen, aber gerade heute brandaktuell sind. Wer dabei auf wessen Seite steht, erschließt sich nur langsam. Behäbiger Krimi, aber durchaus interessant.
  • Kit Whitfield: Wolfsspur (638 S.)
    Sehr interessanter Ansatz: Die Werwölfe sind auf der Welt die Normalen, während “Glatthäute” (also “normale” Menschen) bei weitem in der Minderheit sind. Teilweise sehr deprimierend, aber konsequent durchdacht. Nichts für schwache Nerven und Mägen, aber teilweise auch etwas langatmig. Trotzdem gefiel mir das Buch gut, eben weil die Einfälle so konsequent umgesetzt waren.
  • David Baldacci: Die Wächter (583 S.)
    Eine Gruppe Männer trifft sich regelmäßig, um Bedrohungen für das Land und Verschwörungen aufzudecken und zu diskutieren. Plötzlich beobachten sie einen Mord – und der zieht weitere Kreise, als zunächst angenommen. Was haben die Geheimdienste damit zu tun? Ist gar der Präsident in den Fall verwickelt? Für meinen Geschmack zu viel Politik, lässt sich aber (nachdem man die ersten 150 Seiten mit Personenbeschreibungen hinter sich gelassen hat) ganz gut lesen.

Juni

  • Jonathan Stroud:Bartimäus. Das Auge des Golem (670 S.)
    Nathanael ist auf gestiegen in der Hierarchie der Zauberer Englands. Doch der Widerstand ist aufsässiger denn je. Um seinen Einfluss zu vergrößern, fällt ihm nur eine Lösung ein: Bartimäus muss ihm helfen! Der ist gar nicht erfreut, muss den Befehlen aber gehorchen. Als dann auch noch ein Golem auftaucht, scheint es keinen Ausweg mehr zu geben. Witzig, spannend und durchgeknallt, gefällt mir mindestens so gut wie Band 1!
  • P. J. Tracy: Memento (316 S.)
    Während eines Schneemannwettbewerbs werden zwei Leichen gefunden – versteckt in Schneemännern. Magozzi und Rolseth machen sich auf die Suche nach den Tätern – und plötzlich tauchen noch mehr Leichen in Schneemännern auf, auch an weit entfernten Orten. Bei ihren Recherchen treffen sie auf viele Verdächtige, und auf eine Siedlung, in der sich misshandelte Frauen verschanzt haben. Nur mit Hilfe von Monkeewrench können sie diesen Fall lösen. Spannend, moralische Fragen werden nicht ausgeklammert.
  • Meg Gardiner: Schmerzlos (508 S.)
    Wie ein Actionfilm, dauernd passiert etwas, dazu eine Geheimdienstverschwörung, eine Liebesgeschichte, jede Menge Leichen (die fast alle in einer Klasse waren) und ein Serienkiller. Fast zu viel des Guten, aber so spannend, dass ich über kleinere Schwächen hinwegsehen konnte. Band 2 ist gerade erschienen.
  • Nicci French: Acht Stunden Angst (351 S.)
    Morgens taucht die Tochter nicht auf, obwohl es mittags in den Familienurlaub gehen soll. Telefonisch ist sie nicht zu erreichen. Die Hinweise verdichten sich, dass sie nicht pünktlich kommen wird. Die Mutter ist überzeugt, dass das Mädchen nicht weggelaufen ist. Aber wo ist sie? Spannender Thriller.
  • Herbie Brennan: Der Purpurkaiser (405 S.)
    Fortsetzung von “Das Elfenportal” (gelesen im April). Erneut ist das Elfenreich in Gefahr – und Pyrgus sowie seine Schwester Blue ebenso. Henry spielt hier eine kleinere Rolle, dafür kommen die Waldelfen hinzu und retten die Lichtelfen. Spannend, aber der erste Band war besser.
  • F. E. Higgins: Das Schwarze Buch der Geheimnisse (288 S.)
    Ein Junge läuft weg und findet eine neue Aufgabe: Er hilft dem Geheimnis-Pfandleiher. Was fast klingt wie “Needful Things” ist eine interessante Geschichte. Und es klingt, als gäbe es bald eine Fortsetzung.
  • Herbie Brennan: Der Elfenpakt (376 S.)
    Teil 3 der Reihe. Wie schon zweimal zuvor ist das Elfenreich in Gefahr, und die geht diesmal auch von Henry aus. Besser als Band 2, aber immer noch nicht so gut wie Band 1. Aliens, Dämonen, Nacht-, Licht- und Waldelfen sowie Menschen treffen hier aufeinander.

Juli

  • Katherine John: Spurlos (439 S.)
    Ein Arzt verschwindet spurlos. Seine Frau ist überzeugt, er sei tot, was die Polizei misstrauisch macht. Sein Bruder leitet eine Privatklinik, während der Vermisste in einem staatlichen Krankenhaus angestellt war. Immer mehr Menschen werden vermisst, und es heißt, dass auf der Pier Clowns spuken. Spannend, aber auch etwas behäbiger. Die Auflösung fand ich etwas weit hergeholt, aber insgesamt wirklich interessant. Das Ende war mir für den Rest zu abrupt.
  • Sebastian Fitzek: Das Kind (400 S.)
    Ein Anwalt wird von einem Kind beauftragt, ihn zu verteidigen. Der Junge ist davon überzeugt, in einem vorhergehenden Leben viele Menschen umgebracht zu haben. Und wirklich finden sich an den angegbenen Stellen Leichen. Sehr spannend, interessante Ideen zum Thema Wiedergeburt. Immer wieder zweifelt man an seiner eigenen Meinung. Teilweise ein bisschen überzogen, aber immer spannend.
  • Laura Childs: Tod beim Tee (281 S.)
    Ein Krimi, in dem die Hauptdarstellerin einen Teeladen hat – sehr interessant geschrieben, wenn auch nicht dramatisch spannend. Aber zur Abwechslung wirklich schön!
  • Justina Robson: Lila Black 01 – Willkommen in Otopia (413 S.)
    Lila Black ist Agentin und abgestellt, um einen elfischen Rockstar zu beschützen. Dass sie mit ihren technischen Kompnenten dabei nicht vor Magie geschützt ist, stellt sich schnell heraus. Interessantes Buch, spielt in der Zukunft der Erde, die nach einem Unfall Otopia heißt. Erfreulich wenig Liebesgeschnulze, über das man ganz gut wegblättern kann. Verbindet Elemente von Fantasy und Science Fiction.

August

  • Jenny-Mai Nuyen: Nocturna – DIe Nacht der gestohlenen Schatten (542 S.)
    Seit Jahren verschwinden immer wieder Kinder. Manche tauchen nach kurzer Zeit wieder auf – ohne sagen zu können, wo sie waren. Andere sind für immer verschwunden. Und wieder andere erinnern sich an gar nichts – nicht einmal ihren Namen. Spannend geschrieben, interessante Ansätze, aber wo Schatten gestohlen werden, habe ich nicht feststellen können…
  • Meg Gardiner: Vermisst (430 S.)
    Evan Delaney auf der Suche nach ihrem Vater, an dessen Selbstmord sie nicht eine Sekunde geglaubt hat. Sie reist um die halbe Welt, um Informationen zu finden. Spannende Fortsetzung von “Schmerzlos”.
  • Bentley Little: Furcht (495 S.)
    In einer Wohnanlage scheint für ein junges Paar ein Traum in Erfüllung zu gehen. Doch plötzlich passieren Dinge, die sie sich nicht erklären können. Alle basieren auf den Regeln, die dort herrschen – und die doch strenger sind, als zunächst vermutet. Spannend, gruselig und am Ende ein bisschen seltsam – aber interessant.
  • Herbie Brennan: Der Elfenlord (397 S.)
    Ein schöner Abschluss der Reihe. Das Elfenreich wird von einer seltsamen Krankheit bedroht: Die Erkrankten scheinen nach einem Fieberschub gealtert zu sein. Innerhalb von kurzer Zeit werden aus Kindern Greise – und sie sterben. Auch Pyrgus ist betroffen, ebenso wie Mr. Fogarty. Henry scheint die Rettung zu sein. Spannend und traurig, aber ein schönes Ende. Und irgendwie glaube ich trotz gegenteiliger Beteuerungen nicht, dass es wirklich das Ende ist.
  • James Krüss: Die Abenteuer des kleinen Elefanten Gongo (192 S.)
    Das war eins der ersten Bücher, die ich als Kind selbst geesen habe. Dank Tauschticket habe ich es wieder bekommen, nachdem ich es damals verliehen und nicht zurückbekommen hatte. Eine wirklich niedliche Geschichte – und das Buch darf bleiben. :)
  • Simone van der Vlugt: Klassentreffen (384 S.)
    Sabine erhält eine Einladung zum Klassentreffen, und plötzlich fragt sie sich warum sie sich nicht an den Tag erinnern kann, an dem ein Mädchen aus ihrer Klasse verschwand. Isabel und sie waren befreundet – bis Isabel anfing, sie zu verspotten. Kein Krimi oder Thriller im eigentlichen Sinn, wenn Sabine sich auch auf die Suche nach dem Täter macht. Aber interessant war das Buch auf jeden Fall.
  • Jonathan Stroud: Bartimäus – Die Pforte des Magiers (600 S.)
    Der letzte Band der Reihe. Anfangs etwas schleppend, spätestens ab der Mitte aber so spannend, dass ich es gar nicht mehr weglegen wollte. Inklusive fulminantem Showdown.
  • Jodi Picoult: Beim Leben meiner Schwester (478 S.)
    Entspricht eigentlich gar nicht meinem üblichen Beuteschema, ist aber unglaublich interessant. Ein Mädchen verklagt seine Eltern, nicht mehr als “Ersatzteillager” für seine Schwester herhalten zu müssen. Abwechselnd kommen alle Beteiligten zu Wort und stellen Gegenwart und Vergangenheit aus ihrer Sicht dar. Ich glaube, das Buch behalte ich – auch wenn ich am Ende hemmungslos geweint habe.
  • Jonathan Stroud: Die Spur ins Schattenland (313 S.)
    Charlotte, genannt Charlie, ist dabei, als ihr Freund Max in einem See ertrinkt. Sie weiß, dass er nicht tot ist, sondern nur in ein anderes Land gewechselt ist. Jede Nacht träumt sie von ihm und folgt seinen Spuren. James, ihr Bruder, macht sich große Sorgen um sie. Interessante Geschichte, teilweise gruselig, spannend geschrieben.

September

  • Tony Hawks: Matchball in Moldawien (352 S.)
    Tony Hawks wettet, dass er die 11 Spieler der moldawischen Nationalmannschaft schlagen kann. Lustig geschrieben, aber mit einigen Längen, so dass ich weite Teile des Buchs dann nur noch überflogen habe.
  • Chris Mooney: Secret (397 S.)
    Fortsetzung von “Victim”. Darby sucht den Mörder zweier Frauen. Was hat die Marienfigur zu sagen, die bei den Leichen gefunden wurde? Wie hängt das alles mit einem anderen Fall zu tun, der schon Jahre zurückliegt? Und wie kommt der ehemalige FBI-Profiler ins Spiel, der jetzt auf der Liste der meistgesuchten Personen steht? Spannend, der Leser bekommt mehr Informationen als die Ermittler, aber fesselnd geschrieben.
  • Cody McFadyen: Der Todeskünstler (556 S.)
    Smoky hat zwei Wochen Urlaub, aber dann wird dieser plötzlich unterbrochen: Ein Mädchen, dessen Familie gerade umgebracht wurde, fragt nach ihr. Und dieser Fall scheint schwieriger als viele vorher: Der Künstler, wie Sarah ihn nennt, hat bisher jeden umgebracht, den sie mochte. Spannend, aber auch extrem blutig.
  • Marie Brennan: Doppelgänger (452 S.)
    Mirage ist Jägerin, allerdings nicht so, wie wir das kennen. Sie jagt Menschen, im Auftrag anderer Menschen. Manchmal arbeitet sie auch als Leibwächterin. Miryo ist Hexe, sie hat gerade ihre Prüfung abgelegt. Plötzlich stellen sie fest, dass sie eigentich eine Seele teilen – weil sie nur eine Person waren. Laut den Regeln muss eine sterben. Spannend. Sehr interessante Welt, wenn auch nicht wirklich gravierend neu. Für meinen Geschmack zu viele Personen.
  • David Ellis: In Gottes Namen (541 S.)
    Sechs junge Frauen werden ermordet aufgefunden, der Täter aber schnell gefasst. Seine Inspiration: Ein Lied. Seine letzten Worte: Ich bin nicht der Einzige. Jahre später werden wieder Menschen ermordet, die Vorlage ist die zweite Strophe des gleichen Liedes. Spannend, die wechselnden Perspektiven sorgen für Abwechslung. Was ich seltsam fand: Selbst ich habe das Geheimnis der Briefe in Sekunden entschlüsselt. Die Ermittler brauchen ewig dafür. Das Ende fand ich wenig zufriedenstellend, aber ansonsten ist das Buch wirklich kurzweilig.
  • China Mieville: Un Lun Dun (471 S.)
    Deutscher Titel: Un Lon Dun. Ein Fantasy-Buch, das in weiten Teilen in einem parallelen London spielt, in dem sich alles sammelt, was in London verloren geht. Zanna und Deeba, zwei Freundinnen, geraten unversehends in ein Abenteuer, das sie sich nie hätten vorstellen können. Zanna ist die Auserwählte, die UnLondon retten soll. Aber dann kommt alles ganz anders. Spannend, gut durchdacht, lustige Details und liebenswerte Personen.
  • Sebastian Fitzek: Der Seelenbrecher (368 S.)
    Studenten nehmen an einem Experiment teil. Was entweder nach Alltag oder nach einem Plot ähnlich “Das Experiment” klingt, ist eigentlich eine Geschichte innerhalb der Geschichte. Hier erfahren sie etwas über Ereignisse, die Jahre zurückliegen: Der Seelenbrecher scheint in einer Privatklinik zu sein. Und diese ist von der Außenwelt abgeschnitten. Einer der Patienten hat kurz zuvor sein Gedächtnis verloren – doch immer wieder kommen Erinnerungsfetzen hoch, nicht zuletzt durch das Geschehen in der Klinik. Spannend, interessante Ideen, lässt sich flott lesen. Sicher (wie auch die anderen Fitzeks) nicht literarisch anspruchsvoll, aber soweit es mich betrifft, ist das völlig in Ordnung.
  • Thomas Finn: Der Funke des Chronos (413 S.)
    Ein Student, der in einem Waisenhaus aufgewachsen ist, bekommt eine merkwürdige Nachricht. Als er zum angegebenen Ort kommt, erzählt ihm ein alter Mann, dass die seltsame Apparatur im Raum eine Zeitmaschine sei. Er probiert sie aus – und landet in Hamburg, allerdings kurz vor dem großen Brand. Spannend, sehr interessant, und das Ende ist eine Hommage an Zeitreiseromane generell.
  • Charlaine Harris: Grave Surprise (310 S.)
    Deutscher Titel: Falsches Grab (Februar 2009). Harper und ihr Bruder werden in ein College eingeladen, sie soll die Todesursachen von Verstorbenen auf einem Friedhof benennen. Leider befinden sich in einem Grab zwei Leichen, eine erst relativ kurz. Wie sich herausstellt, ist die Verstorbene ein Mädchen, das zu finden sie ca. zwei Jahre zuvor schon beauftragt wurde – damals ohne Erfolg. Wieder ein interessanter, spannender Fall mit teilweise skurrilen Nebenrollen.

Oktober

  • Marie Brennan: Hexenkrieger (480 S.)
    Mirei macht sich auf den Weg, um die Doppelgängerinnen anderer Hexen nach Sternenfall zu bringen. Ihr Auftauchen hat für viel Wirbel gesorgt – und spaltet die Hexen in zwei Lager. Beide Seiten versuchen, die Macht an sich zu reißen. Spannend, aber leider das Ende dieser Reihe, wie die Autorin selbst schreibt.
  • Justina Robson: Lila Black 02. Unter Strom (450 S.)
    Lila Black ist zurück – nachdem ihre Systeme erneut überprüft wurden, wird sie nun nach Dämonia geschickt. Dass sie dort nicht nur Freunde gewinnt, scheint fast schon logisch. Herrlich trashig, aber auf hohem Niveau. In der Mitte ein kleiner Hänger, aber insgesamt so spannend, dass ich mich schon auf Band drei freue.
  • Linwood Barclay: Dem Tode nah (512 S.)
    Derek ist 17 und wird Zeuge der Morde an seinem besten Freund und dessen Eltern. Sein Vater versucht nun, herauszufinden, wer die Nachbarn erschossen hat. Teilweise sehr vorhersehbar, teilweise überraschend. Ich mochte es, fand aber “Ohne ein Wort” besser als dieses Buch. Den Täter hatte ich zwar nicht vor der Aufklärung, wohl aber dessen Motiv zu weiten Teilen.

Dezember

  • Thomas Plischke: Die Zwerge von Amboss (480 S.)
    Ein Fantasy-Krimi – allerdings fand ich ihn eher mittelmäßig. Das Buch (der Auftakt zu einer Reihe) steckt voller toller Ansätze und Ideen (z. B. sind die Zwerge eine extrem fortschrittliche Kultur, den Menschen überlegen, die sich untereinander völlig verstritten haben), aber die verschiedenen Handlungsstränge laufen teilweise erst so spät zusammen, dass es ermüdend war. Vielleicht kann der zweite Teil (soll im März 2009 erscheinen) ja mehr, aber hier bin ich im Nachhinein doch etwas enttäuscht.
  • Bruce Coville: Der magische Zauberladen 1. Ein Drache in der Schultasche (192 S.)
    Ein wirklich bezauberndes Kinderbuch. Eines Tages betritt ein Junge einen Laden, den er bisher noch nie gesehen hat. Hier erwirbt er eine Art Kugel, zu der er auch noch eine Anleitung bekommt. Die Kugel entpuppt sich als Drachenei, und er ist der Drachenhüter. Wirklich schön erzählt, mal sehen, ob ich das Buch wieder hergebe.