Artikel mit ‘Bücher’ getagged

Gut, dass ich Reihen in Reihenfolge lese. ;)

Dienstag, 30. Juni 2009

“Aber an dieser Stelle muss ich auch ein Geständnis machen. Ich finde es äußerst beunruhigend, dass ihr euch entschlossen habt, mit dem zweiten Band der Serie anzufangen. Das ist wirklich eine sehr schlechte Angewohnheit – sogar noch ärger, als zwei nicht zueinanderpassende Socken zu tragen. [...]

Und wegen Lesern wie euch müssen wir Autoren unsere zweiten Bände immer mit allen möglichen hemmenden Erklärungen vollstopfen.”

aus: Sanderson, Brandon: Alcatraz und das Pergament des Todes, S. 27f.

Roderick Anscombe: Verschwunden

Sonntag, 08. März 2009

Danielle, ein neunjähriges Mädchen, soll nur kurz Kaffee holen. Als sie nicht zurückkommt, informieren die Mitarbeiterinnen der Sozialstation die Polizei. Eine Obdachlose hat das Geschehen vermutlich beobachtet. Da sie paranoid ist, wird der Psychiater Doctor Lucas hinzugezogen, dessen Frau die Sozialstation leitet. Er schafft es, ihr Vertrauen zu gewinnen und bekommt von ihr wichtige Informationen. Als daraufhin ein Verdächtiger vernommen wird, hat dieser jedoch ein Alibi, obwohl er in der Nähe des Tatortes war. Die Zeit drängt, denn wegen der herrschenden Hitzewelle wird Danielle die Nacht vermutlich nicht überleben. Auch ein neuer Verdächtiger hat ein Alibi. Lucas’ Frau drängt den Psychiater, der die Polizei bei ihren Ermittlungen unterstützt, zu drastischeren Mitteln zu greifen.

Zunächst einmal wünsche ich mir immer wieder, dass Teile einer Serie als solche eindeutig gekennzeichnet werden. Am liebsten mit großen, blinkenden Leuchtbuchstaben. Dann könnte ich es vermeiden, den zweiten Teil als erstes zu lesen und die Reihenfolge einhalten, was ich nämlich tatsächlich gerne mache.

Ansonsten habe ich an diesem Thriller herzlich wenig auszusetzen: Eine spannende Geschichte um eine Entführung, ein straffer zeitlicher Rahmen (im Prinzip spielt die Geschichte innerhalb von 24 Stunden), Personen, die tatsächlich überwiegend nicht an Schwarz-Weiß-Malerei erinnern. Doctor Lucas ringt mit sich selbst, seine Prinzipien und seine Berufsehre sind ihm sehr wichtig. Dennoch verhält er sich zunehmend anders, als er es selbst von sich erwarten würde. Einerseits versucht er, seine Ehe zu retten, die nach einem Unfall, bei dem ihr Sohn gestorben ist, kurz vor dem Scheitern steht. Außerdem will er das Mädchen retten. Andererseits hat er Angst, dass er nie wieder den einmal eingeschlagenen Weg verlassen können wird.

Neben seinen Gewissenskonflikten steht die Ermittlungsarbeit im Vordergrund. Doctor Lucas ist ein Experte auf dem Gebiet der Vernehmungen, wenn er auch aktuell nicht in diesem Bereich arbeitet. So nehmen auch die Zeugenbefragungen und Doctor Lucas’ Einschätzungen derselben viel Raum ein. Ein wirklich interessanter Ansatz. Ich bin auf jeden Fall neugierig geworden auf den ersten Teil, “Hinterhältig”. Ob ich den allerdings lesen werde, weiß ich nicht – schließlich weiß ich ja schon, wie es weitergeht.

Kim Harrison: Blutspur

Mittwoch, 28. Januar 2009

Das 2006 zuerst auf deutsch erschienene Buch “Blutspur” von Kim Harrison ist der Auftakt zu einer Reihe. (Die wie vielte Reihe für mich? Ich habe keine Ahnung, wahrscheinlich die zweitausendste. ;) ) Vor kurzem ist die neue Auflage erschienen, also wundert Euch nicht, wenn bei Amazon und Co. etwas von 2008 erschienen steht – Blutspur ist Band 1!

Rachel Morgan lebt in Cincinatti. Sie arbeitet für eine Regierungsbehörde. Allerdings ist das alles ein bisschen anders, als man sich das jetzt vorstellen könnte – Jahre zuvor hat nämlich ein Virus, durch Gentechnik hervorgerufen, weite Teile der Menschheit ausgelöscht, und so kam ans Licht, dass seit Jahrhunderten andere Wesen unter ihnen lebten. Vor allem Hexen und Vampire, aber auch Gestaltwandler und Tierwesen, und Fairies und Pixies gibt es auch. Rachel ist eine Hexe, eine Erdhexe, die vor schwarzer Magier zurückschreckt. Seit geraumer Zeit scheint es ihr, als habe ihr Chef sie auf dem Kieker, und so beschließt sie eines Nachts, die FIB (Federal Inderlander Bureau) zu verlassen und zu kündigen. Iviy, eine Vampirin, und Jenks, ein Pixie, beschließen mit ihr zu gehen. Leider kann nur Ivy sich freikaufen, und so beginnt für Rachel das Spießrutenlaufen schon bevor sie ihren Schreibtisch geräumt hat. Das FIB verlässt man nämlich nur dann lebend, wenn man sich freikaufen kann (es sei denn, man ist tot, ein Fairie oder ein Pixie, die freie Mitarbeiter sind).

Ihre Wohnung ist gekündigt, ihr Geld limitiert, und so muss sie sich schnell etwas einfallen lassen, mit dem sie sich freikaufen kann. Sie beschließt, einem einflussreichen Bürger und Abgeordneten nachzuweisen, dass er mit Drogen handelt. Doch das ist leichter gesagt als getan, und so gerät sie immer mehr in Gefahr, denn auch er hat Mittel und Wege, sie aus dem Weg zu schaffen.

Ich fand das Buch klasse. Klar, viele dieser Aufhänger und Hintergründe hat man irgendwo schon mal gelesen, und ein bisschen nervig fand ich auch, dass Rachel anscheinend gar nicht dazulernt, was ihren Feldzug gegen Trent angeht. Und auch die Spannung zwischen Ivy und Rachel erscheint irgendwann einfach nur als Klischee, wenn sie auf der nächsten Seite dann wieder einträchtig nebeneinander sitzen und Pläne aushecken.

Aber die Geschichte konnte mich fesseln, ich habe zwischendurch immer wieder lachen müssen, konnte mitfiebern und mich fragen, wie Rachel da wohl jemals wieder rauskommen würde. Ich freue mich schon auf die Fortsetzungen, auch wenn ich sie natürlich noch nicht hier habe.

2008 in Zahlen

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Gelesen: 68 Bücher
Abgebrochen: 2 Bücher
Gestrickt: 56 Paar Socken (1x Größe 22/23, 1x Größe 24/25, 4x Größe 36/37, 33x Größe 38/39, 14x Größe 40/41, 3x Größe 42/43, 2x Größe 44/45), 1 Paar Handschuhe, 1 Strickjacke, 1 Schal


Read: 68 books
Given up: 2 books
Knitted: 56 pairs of socks, 1 pair of mittens, 1 cardigan, 1 scarf

Neuzugänge

Sonntag, 26. Oktober 2008

Ich habe in den letzten Wochen so viele Bücher bekommen, dass es schon fast unglaublich ist. ;)

Mein Lesejury-Paket ist angekommen – und drin waren ein Suchbuch (“Das Böse in uns” von Cody McFadyen, Band 3 einer Reihe – Band 1 und 2 kenne ich zum Glück schon) und ein Thriller mit Zombies (“So ruhet in Frieden” von John Alvide Lindqvist, dessen erstes Buch “So finster die Nacht”, Thriller mit Vampiren, habe ich von Tauschticket besorgt, nur für den Fall, dass es eine Fortsetzung sein sollte), das Buch werde ich wohl auch lesen, weil es interessant klingt.

Außerdem habe ich bei Vorablesen ein Buch zugelost bekommen: “Die Zwerge von Amboss”, der erste Band einer Zwergen-Krimi-Reihe. Klingt sehr interessant, allerdings bin ich noch nicht weit gekommen und kann darum auch noch nicht so schrecklich viel dazu sagen.

Außerdem habe ich natürlich von Tauschticket noch das eine oder andere Buch bekommen:

  • 616 – Die Hölle ist überall (mal keine Amerikaner zur Abwechslung)
  • City of Bones auf englisch
  • Britannica & ich

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt, und ein paar Bücher sind auch noch unterwegs (wobei eins anscheinend bei der Post verschütt gegangen ist, die Tauschpartnerin ist jedenfalls eine ganz Liebe). Mein liebster Schatz der letzten Wochen ist allerdings “Der geniale Sockenworkshop” – über das habe ich mich riesig gefreut und auch schon fleißig gestöbert, allerdings noch nichts ausprobiert. Das kommt aber ganz sicher noch!

Schneckenpost

Sonntag, 12. Oktober 2008

Ist denn schon Weihnachten? Dass eine Büchersendung nur in den seltensten Fällen am Folgetag hier ist, weiß ich. Dass die Lieferzeit im Moment aber in Richtung “14 Tage nach Einlieferung” geht, finde ich nicht lustig. Eine Woche ist inzwichen schon schnell, egal, ob ich verschicke oder bekomme. Das kenne ich sonst nur aus der Zeit vor Weihnachten. Und bis dahin sind eigenltich noch 74 Tage, nicht 14. Und dabei warte ich auf so tolle Bücher. Nein, es liegt auf meiner Seite nicht am Postzusteller. Der ist einfach großartig und klingelt für Büchersendungen sogar, weil er Angst hat, die Bücher könnten beim Fall in den Korb beschädigt werden. Ein Buchliebhaber, der weiß, dass hier jedes Buch sehnsüchtig erwartet wird, und mich nie absichtlich hibbeln lassen würde. Ich meine, nicht, dass ich hier an akutem Büchermangel leide *hüstel* – aber es sind wirklich tolle Bücher unterwegs. ;)

Marie Brennan: “Doppelgänger”

Donnerstag, 09. Oktober 2008

Klappentext:

Immer, wenn eine Hexe geboren wird, entsteht zugleich ein Doppelgänger. Dieser “Zwilling” muss getötet werden, damit die Hexe ihre Kräfte beherrschen lernt. Doch was geschieht, wenn der Doppelgänger überlebt? Mirage ist eine Kopfgeldjägerin. Sie lebt von ihren tödlichen Kampfkünsten. Niemals verfehlt sie ihr Ziel … und ihr nächstes Ziel ist eine Hexe. Miryo ist diese Hexe. Sie hat ihre Aufnahmeprüfung nicht bestanden. Sie weiß nun, dass es jemanden geben muss, der so aussieht wie sie – so ist wie sie: Mirage. Ihr bleibt keine andere Wahl: Sie muss ihre Jägerin jagen. Und vernichten.

Inhalt:

Mirage hat Reflexe wie keine zweite. Niemand konnte und kann mit ihr mithalten, nicht während ihrer Ausbildung, nicht jetzt, als sie einen Auftrag annimmt, zusammen mit ihrem besten Freund Eclipse. Sie soll den Mörder einer Hexe finden, und am besten seine Auftraggeber gleich mit. Durch ihre roten Haare wird sie oft selbst für eine Hexe gehalten – aber damit will sie nichts zu tun haben. Ihre Auftraggeber gehören selbst zu den Hexen – eine schwierige Situation für sie.

Miryo hat sich in den letzten 25 Jahren auf diesen Tag vorbereitet: Ihre Prüfung, nach der sie entweder eine Hexe oder eine Base – oder tot sein wird. Doch plötzlich stellt sie fest, dass sie ihre Kräfte nicht kontrollieren kann – und das ist extrem gefährlich. Sie erfährt, dass es irgendwo eine Doppelgängerin gibt, die sie töten muss, um die Gefahr für alle zu bannen. So macht sie sich auf die Suche.

Die beiden begegnen sich schließlich und finden die Idee, dass eine von ihnen sterben muss, gar nicht gut. Gemeinsam machen sie sich gegen alle Widerstände auf die Suche nach einem Weg, wie beide überleben können.

Meine Meinung:

Die Geschichte der beiden jungen Frauen, die sich suchen und finden, um damit vor ganz neue Schwierigkeiten gestellt zu werden, ist sicher keine brandneue Idee. Die Umsetzung ist aber wirklich gelungen – Marie Brennan hat eine Welt erschaffen, in der es Magie gibt, die aber streng kontrolliert wird. Mit dieser Magie einher gehen Glaubensvorstellungen, die seit Jahrhunderten überliefert werden. Beides ist gut durchdacht. Die Personen sind weitgehend glaubwürdig, die Konflikte unter den Hexen scheinen zunächst etwas undurchsichtig, werden aber nach und nach klarer.

Viele Begriffe erscheinen zunächst fremd, werden zum großen Teil aber im Glossar kurz erläutert und im Verlauf der Geschichte dann klarer. Die Basen z. B. waren ursprünglich Hexen, die die Prüfung nicht bestanden haben, bekommen aber selbst auch Kinder, die dann Basen sind.

Das Buch ist spannend, lustig und führt in eine fremde Welt. Wenn die erfahrene Mirage und die naive Miryo aufeinander treffen, scheint das Kräfteverhältnis zunächst klar – wird dann aber teilweise umgekehrt, wenn die Hexe der Jägerin die Magie zu erklären versucht. Immer wieder versuchen andere, die beiden aus dem Weg zu räumen – und immer wieder schaffen es die beiden, aus der Gefahr zu entkommen.

Die Sprache ist passend – dass beide Frauen durch ihre unterschiedliche Erziehung auch andere Floskeln verwenden, andere Ansichtsweisen haben, wird konsequent durchgehalten. Das Ende fand ich persönlich etwas abrupt, so dass ich mir den zweiten Teil auch gekauft habe. Gelesen ist er auch schon, aber man kann ihn nicht ohne dicke Spoilerwarnung rezensieren, so dass ich das in einem eigenen Beitrag machen werde.

August 2008

Freitag, 12. September 2008

Gelesen: 9 Bücher
Abgebrochen: 0 Bücher
Gestrickt: 7 Paar Socken (5x Größe 38/39, 2x Größe 40/41)

Read: 9 books
Given up: 0 books
Knitted: 7 pairs of socks

Bücher-Tag

Mittwoch, 03. September 2008

Ich erkläre den heutigen Tag offiziell zum Bücher-Tag. Zuerst habe ich ein Paket bei Lesejury gewonnen (hurra, das sind im Normalfall 2-3 Bücher), und dann habe ich eine Umfrage gehabt, die mich über die Punktzahl für einen Amazon-Gutschein gebracht hat. Gutscheine halten bei mir keine zwei Stunden. Drei weitere Bücher befinden sich in Kürze von dort auf dem Weg zu mir. Und nachher werde ich zur Bücherei gehen. Lesen? Wann denn noch? ;)


I declare today book day. First I won a package of books (usually it contains 2-3 books). Then I got a gift certificate for amazon by answering a survey. Gift certificates usually last less than two hours in my company. Three more books will be on the way to me soon. And later today I’ll go to the library. Reading? When? ;)

Beim Leben meiner Schwester

Sonntag, 24. August 2008

Mein normales Beuteschema bei Büchern sind Thriller, Fantasy, manchmal Verschwörungen oder Historisches, ab und zu etwas Lustiges. Warum ich im Tauschspiel bei Tauschticket bei “Beim Leben meiner Schwester” von Jodi Picoult zugegriffen habe, kann ich gar nicht so genau sagen. Irgendwie klang die Geschichte aber interessant.

Achtung: Dieser Text ist nichts für allzu zart besaitete Gemüter.

Anna ist 13, ihre Schwester Kate ungefähr drei Jahre älter – und seit vielen Jahren an Krebs erkrankt. Ihre Eltern haben aus den vielen künstlich befruchteten Eizellen die ausgewählt, die quasi ein idealer Spender für Kate sein würde – Anna. Schon zum Zeitpunkt ihrer Geburt spendet sie Blut aus der Nabelschnur. Mit drei Jahren Blut. Mehrfach. Kurz darauf braucht ihre Schwester Knochenmark. Immer wieder liegt sie selbst im Krankenhaus, um ihrer Schwester ein Überleben zu ermöglichen. Jetzt braucht Kate eine Niere. Und Anna verklagt ihre Eltern, damit sie diese Niere nicht spenden muss.

Die Geschichte wird von allen Beteiligten erzählt, neben Anna und Kate kommen auch ihr älterer Bruder Jesse (der mit seinen Problemen kämpft), ihre Eltern, Annas Anwalt und die Verfahrenspflegerin zu Wort. So gelingt eine echte Meisterleistung: Niemand wirkt absolut egoistisch oder lieblos, alle haben liebenswerte Eigenschaften. Und alle haben ihre eigene Motivation für ihr Handeln.

Diese Motivation ist auch das zentrale Thema des Buchs, das übrigens wohl auf keiner wahren Begebenheit beruht, wenn ich richtig informiert bin, denn sie ist es, über die alle eigentlich immer reden. Außerdem geht es natürlich um Schwestern, um Krankheit und Leid, um Familie und Freundschaft. Und auch darum, ob ein 13jähriges Mädchen Entscheidungen alleine treffen kann.

Das Ende habe ich so nicht kommen sehen – und weil ich irgendwie immer in das gerade aktuelle Buch “hineingesaugt” werde, habe ich auch geweint. Ein trauriges Ende. Aber das Buch hat mich gefesselt, ich konnte es kaum aus der Hand legen und habe auch nach 24 Stunden noch kein neues Buch so richtig ernsthaft angefangen. “Beim Leben meiner Schwester” ist sicher keine leichte Kost. Es ist aber auch kein nur trauriges Buch – zwischendurch sind immer wieder Szenen, bei denen ich schmunzeln musste. Ich denke, das Buch wird mich noch eine Weile beschäftigen. Obwohl ich zunächst dachte, ich würde es wieder vertauschen, hat es sich jetzt einen dauerhaften Platz in meinem Regal erobert.